Es war vor ziemlich genau einem Jahr. Es war Halloween. Wir waren bei Freunden zu einer Kostümparty eingeladen. Du hattest mich aufgeregt angerufen und mir erzählt, dass Du ein ’sensationelles, schaurig schönes’ Kostüm für Dich gefunden hättest. Mehr wolltest Du allerdings nicht verraten, ‘um mir den Schrecken nicht zu ersparen’ und lachtest gespenstisch. Ich selbst hatte mir ein ‘Lady in weiß’-Kostüm geschneidert, ein langes, nach unten weit auseinandergehendes Kleid aus mehreren Bahnen weißer Seide und einen weiten Schleier aus weißem Gaze-Stoff. Meine ansonsten blonden Haare hatte ich weiß gefärbt und zu einem dicken Zopf verflochten. Gerade war ich dabei mein Gesicht mit Theaterschminke totenbleich zu schminken, als ich die Holzläden vor meiner Balkontür laut gegen die Wände schlagen hörte und eisiger Wind durch die Wohnung heulte. Ich ging in mein Zimmer. Draussen fegte ein tosender Sturm durch die mondlose Nacht. Herbstlaub wurde durch die offene Balkontür in mein Zimmer geweht, die Vorhänge wirbelten wild in der Luft herum. Der Wind zerrte an meinem Kleid, als ich mich dem Fenster näherte. Ich musste sogar etwas Kraft anwenden, um die doppelt verglaste Tür zu schließen. Sofort breitete sich Totenstille in der Wohnung aus... Ein SCHRECK fährt mir durch den Körper, als ich mich umdrehe. Du stehst im Rahmen meiner Zimmertür. „Puuuh“, atme ich auf, „ich habe Dich gar nicht hereinkommen hören“. Du bewegst Dich nicht. Dein Kostüm ist wirklich beeindruckend. Du trägst einen weiten tiefschwarzen Kaputzenumhang, in dem Dein Gesicht nicht zu sehen ist. An den Händen hast Du Handschuhe, die täuschend echt vorgaukeln, Du hättest Knochenhände. In der einen Hand hälst Du eine Sense mit einer scharf blitzenden Klinge, in der anderen ein großes Stundenglas. Du lehnst die Sense an die Wand. Ich will gerade etwas sagen, aber Du zeigst mir mit der Knochenhand an, still zu sein. Dein bestimmender Auftritt erregt mich. Ich fühle, wie sich meine Brustwarzen entfalten, sich gegen den Stoff meines Kleides bohren, ich spüre ein angenehmes Kribbeln in meinem Schoß. Dein Gewand schleift über den Boden, so dass es fast so aussieht als würdest Du schweben, als Du Dich mir fast lautlos näherst. Ich stehe reglos da, meine Brüste heben und senken sich im Rhythmus meines schneller werdenden Atems. Du scheinst ein kleines Rollenspiel vorzuhaben und ich erwarte mit Spannung, was als nächstes passieren wird. Du stellst das Stundenglas auf eine Kommode, silbriger Staub rieselt langsam durch die schmale Verengung. Unerwartet schnell machst Du einen Schritt auf mich zu, fast berühren unsere Körper sich. Ich atme mit jedem Zug tief ein. Ein lieblich anregender Duft geht von Dir aus, wie von getrockneten Rosen. Obwohl Du direkt vor mir stehst, kann ich immer noch nicht Dein Gesicht unter der Kaputze sehen. Auch umgibt Dich eine merkwürdige Aura der Stille. Du breitest die Arme aus und fährst mit Deinen Knochenhänden die Konturen meines Körpers nach ohne mich allerdings dabei zu berühren. Aber gerade dieses ‘nicht-Berühren’ jagt mir wohlige Schauer durch den Körper und läßt mich leicht erzittern. Mit kaum spürbarer Bewegung öffnest Du die Verschlüsse des Kleides. Sanft fließt es meinen Körper herab und bleibt zu meinen Füssen liegen. Nur noch mit einem durchscheinenden Seidenslip bekleidet stehe ich vor Dir. Bewegungslos, nur meine Brüste heben und senken sich im Rhythmus meines Atems. Du rauschst um mich herum. Dein Gewand streift mich kurz, ein Prickeln breitet sich von der Berührungsstelle über meinen Körper. Ich spüre Deinen Körper hinter mir, ich fühle Deine Präsenz. Du scheinst mich mehr noch als sonst zu überagen. Deine Arme umfassen mich... immer noch ohne jede Berührung. Deine kalten, harten Finger streichen über meine Brustwarzen. Mit den Daumen und je zwei weiteren Knochenfingern zwirbelst Du beide Brustwarzen. Ein Gefühl, dass mir von Brust durch den Bauch in die Vagina fährt. Ich spüre warme Feuchte zwischen meinen Schamlippen zusammenlaufen. Deine hageren Finger stülpen sich nun ganz über meine Brüste, greifen zu, fest, kneten langsam, aber bestimmt. Ich reibe meine Schenkel aneinander. Leises, kleines Keuchen quetscht sich zwischen meinen Lippen hervor. Eine Deiner Hände gleitet an meiner Bauchdecke herab, breitet brennende Hitze über mich. Ein Finger umspielt mein Bauchnabelpiercing, bohrt sich hart und tief in den Bauchnabel, presst mir ein Seuftzen aus dem Mund. Deine andere Hand gleitet höher, umschließt meinen Hals, drückt ihn liebevoll, streicht weiter, über mein Kinn, umspielt meine Lippen. Ich öffne den Mund ein wenig, mache Platz für Deinen Finger. Dein Finger gleitet in den Mund. Er fühlt sich merkwürdig an, hart und glatt, fast wie ein Hühnerknochen. Ich lutsche an Deinem Finger, sauge daran. Meine Zunge fährt Deinen Finger endlang, umschließt ihn, während Du ihn tiefer in meine feuchte Mundhöhle schiebst. Du führst die Hand auf meinem Bauch tiefer hinab, schiebst die Finger unter den Rand meines Slips. Die langen dünnen Finger teilen meine Schamlippen. Sie umspielen meinen erhärteten Kitzler, reiben ihn, drücken ihn. Ich rutsche auf Deinen Fingern auf und ab, sie gleiten flink durch meine Furche, immer wieder gleitet die Kuppe des Mittelfingers in meine Scheide. Mein Unterleib ist durchflutet von heißem Feuer der Lust. Ich rutsche schneller, ich sauge fester, mein Puls rast. Mein Atem ist flach, keuchen und stöhnen zwängen sich zwischen Deinen Fingern hervor. Die betöhrenden Düfte Deines Gewandes nebeln meine Gedanken ein, lassen mich alles um mich herum vergessen. Es existieren nur noch Deine Berührungen. Meine Beckenmuskeln krampfen sich um die harten Finger. Ich werde fortgetragen von einer Welle aus Wohlgefallen. Mein Körper zuckt auf Deinen Händen. Meine Muskelkontraktionen werden heftiger. Mehr und mehr Druck baut sich in mir auf, mein ganzer Körper vibriert. Aufgespiest auf Deine Finger bäumt sich mein Körper auf, ein Orgasmus explodiert in meinem Unterleib, breitet sich von dort aus über meinen ganzen Körper aus. Mit einem extatischen Schrei entweicht meine Anspannung. Ich gleite von Deinen Fingern, wie von weichen Luftkissen getragen, sinke ich langsam zu Boden, bleibe zusammengekauert auf meinem Köstüm liegen. Lediglich kleine Nachbeben erschüttern noch meinen Körper... Das letzte glitzerne Körnchen hat das Stundenglas durchlaufen. Draussen zucken Blitze durch die dunkle Nacht. Das Telefon klingelt. Ich rappel mich erschöpft auf. Auf wackeligen Beinen gehe ich zum Telefon. Erschreckt lasse ich den Höhrer fallen... am anderen Ende der Leitung bist Du... Du wirst Dich verspäten.